Glossario
Guida all'ascolto



Die schöne Müllerin, op. 25, D. 795

Ciclo di venti Lieder per voce e pianoforte

Testo delle parti vocali (nota 1)

1. DAS WANDERN 1. GIROVAGARE
Das Wandern ist des Müllers Lust,
Das Wandern!
Das muss ein schlechter Müller sein.
Dem niemals fiel das Wandern ein,
Das Wandern.

Vom Wasser haben wir's gelernt,
Vom Wasser!
Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht,
Ist stets auf Wanderschaft bedacht,
Das Wasser.

Das sehn wir auch den Rädern ab.
Den Rädern!
Die gar nicht gerne stille stehn,
Die sich mein Tag nicht müde drehn.
Die Räder.

Die Steine selbst, so schwer sie sind.
Die Steine!
Sie tanzen mit den muntern Reihn
Und wollen gar noch schneller sein,
Die Steine.

O Wandern, Wandern, meine Lust,
O Wandern!
Herr Meister und Frau Meisterin,
Lasst mich in Frieden weiterziehn
Und wandern.
Girovagare, questo piace al mugnaio,
girovagare!
È proprio un pessimo mugnaio, se mai
ha avuto l'idea
di girovagare.

Dall'acqua l'abbiamo imparato,
dall'acqua!
Mai si concede riposo, di giorno e di notte,
pensa sempre ai suoi giri,
l'acqua.

Anche dalle ruote lo vediamo,
dalle ruote!
Che non amano starsene ferme,
e non c'è giorno che non si stanchino
le ruote!

Anche le mole, pur così pesanti,
le mole!
Entrano anch'esse nell'allegro girotondo,
e vorrebbero andare anche più svelto,
le mole.

O caro girovagare, mia gioia,
girovagare!
Signor padrone e signora padrona,
In pace lasciatemi andare
a girovagare.
2. WOHIN? 2. DOVE?
Ich hört' ein Bächlein rauschen
Wohl aus dem Felsenquell,
Hinab zum Tale rauschen
So frisch und wunderhell.

Ich weiss nicht, wie mir wurde.
Nicht wer den Rat mir gab,
Ich musste auch hinunter
Mit meinem Wanderstab.

Hinunter und immer weiter
Und immer dem Bache nach,
Und immer frischer rauschte
Und immer heller der Bach.

Ist das denn meine Strasse?
O Bächlein, sprich, wohin?
Du hast mit deinem Rauschen
Mir ganz berauscht den Sinn.

Was sag ich denn vom Rauschen?
Das kann kein Rauschen sein:
Es singen wohl die Nixen
Tief unten ihren Reihn.

Lass singen. Gesell, lass rauschen
Und wandre fröhlich nach!
Es gehn ja Mühlenräder
In jedem klaren Bach.
Sentivo mormorare un ruscelletto
dalla sorgente nella roccia,
mormorava fin giù nella valle,
così fresco e limpido.

Non so come mi venne in mente,
né chi mi consigliò;
anch'io dovetti scendere a valle,
col mio bastone da viandante.

Giù e sempre avanti,
sempre dietro al ruscello,
che sempre più fresco mormorava
e sempre più chiaro diventava.

È questa la mia strada?
O ruscelletto, parla, dove si va?
Con questo tuo mormorio
m'hai annebbiato la mente.

Ma che dico del tuo mormorio?
Non può essere soltanto mormorio:
è il canto delle ondine
che danzano laggiù.

Lascia cantare, mormorare, amico,
e segui lieto!
Si muovono le ruote dei mulini
In ogni chiaro ruscelletto!
3. HALT! 3. ALT!
Eine Mühle seh ich blinken
Aus den Erlen heraus.
Durch Rauschen und Singen
Bricht Rädergebraus.

Ei willkommen, ei willkommen,
Süsser Mühlengesang!
Und das Haus, wie so traulich!
Und die Fenster, wie blank!

Und die Sonne, wie helle
Vom Himmel sie scheint!
Ei, Bächlein, liebes Bächlein,
War es also gemeint?
Vedo spuntare un mulino
fra questi ontani;
fra mormorio e canti,
risalta un frastuono di ruote.

Oh benvenuto, benvenuto,
dolce canto del mulino!
E la casa, quant'è accogliente!
Le finestre, come sono linde!

E il sole, come chiaro
nel cielo risplende.
Oh ruscelletto, caro ruscelletto,
questo dunque intendevi?
4. DANKSAGUNG AN DEN BACH 4. RINGRAZIAMENTO AL RUSCELLETTO
War es also gemeint,
Mein rauschender Freund?
Dein Singen, dein Klingen,
War es also gemeint?

Zur Müllerin hin!
So lautet der Sinn.
Gelt, hab' ich's verstanden?
Zur Müllerin hin!

Hat sie dich geschickt?
Oder hast mich berückt?
Das möcht ich noch wissen,
Ob sie dich geschickt.

Nun wie's auch mag sein,
Ich gebe mich drein:
Was ich such', hab' ich funden,
Wie's immer mag sein.

Nach Arbeit ich frug.
Nun hab ich genug
Für die Hände, fürs Herze
Vollauf genug!
Questo dunque intendevi,
o mio spumeggiante amico?
Il tuo canto, la tua voce,
questo dunque intendevano?

Avanti, dalla molinara!
Questo è il significato.
Vero, che l'ho capito?
Avanti, dalla molinara!

È lei che ti ha mandato?
O tu m'hai sedotto?
Ma vorrei sapere,
Se t'ha inviato lei.

Ma, comunque sia,
mi va benissimo:
ho trovato quel che cercavo,
comunque sia.

Cercavo lavoro,
ora ho trovato,
per le mani, per il cuore,
più che abbastanza.
5. AM FEIERABEND 5. VIGILIA FESTIVA
Hätt ich tausend Arme zu rühren!
Könnt ich brausend die Räder führen!
Könnt ich wehen durch alle Haine!

Könnt ich drehen alle Steine!
Dass die schöne Müllerin
Merkte meinen treuen Sinn!

Ach, wie ist mein Arm so schwach!
Was ich hebe, was ich trage,
Was ich schneide, was ich schlage,
Jeder Knappe tut mir's nach.

Und da sitz ich in der grossen Runde,
In der stillen kühlen Feierstunde,
Und der Meister spricht zu allen:
Euer Werk hat mir gefallen;
Und das liebe Mädchen sagt
Allen eine gute Nacht.
Oh, se avessi mille braccia da muovere!
Se potessi girare le ruote scroscianti!
Se potessi volare per tutti i boschetti!

Se potessi girare tutte le mole!
Così che la bella molinara
notasse le mie intenzioni.

Ahimè, com'è debole il mio braccio!
Posso sollevare, trasportare,
tagliare, abbattere,
ma qualunque garzone è capace.

Ed ora qui siedo all'appello,
nella sera quieta e fresca,
e il padrone dice a tutti:
Avete fatto un buon lavoro,
e la cara fanciulla dice
a tutti... buona notte.
6. DER NEUGIERIGE 6. IL CURIOSO
Ich frage keine Blume,
Ich frage keinen Stern,
Sie können mir alle nicht sagen,
Was ich erführ so gern.

Ich bin ja auch kein Gärtner,
Die Sterne stehn zu hoch;
Mein Bächlein will ich fragen.
Ob mich mein Herz belog.

O Bächlein meiner Liebe,
Wie bist du heut so stumm?
Will ja nur eines wissen,
Ein Wörtchen um und um.

Ja heisst das eine Wörtchen,
Das andre heisset Nein,
Die beiden Wörtchen
Schliessen die ganze Welt mir ein.

O Bächlein meiner Liebe,
Was bist du wunderlich!
Will's ja nicht weitersagen.
Sag, Bächlein, liebt sie mich?
Non chiedo a nessun fiore
non chiedo a nessuna stella;
mai potrebbero dirmi
quello che tanto vorrei sapere.

Ma io non sono un giardiniere,
e le stelle sono troppo alte;
domanderò al mio ruscelletto
se il mio cuore m'ha ingannato.

O ruscelletto del mio amore,
come sei taciturno, oggi!
Solo questo vorrei sapere,
una sola paroletta.

«Si» è la prima paroletta,
l'altra invece è «no»;
queste due parolette
racchiudono per me tutto il mondo.

O ruscelletto del mio amore,
come sei bizzarro!
Non lo dirò a nessuno;
dimmi, ruscelletto, lei mi ama ?
7. UNGEDULD 7. IMPAZIENZA
Ich schnitt es gern in alle Rinden ein,
Ich grub es gern in jeden Kieselstein,
Ich möcht es sä'n auf jedes frische Beet
Mit Kressensamen, der es schnell verrät.
Auf jeden weissen Zettel möcht ich's schreiben:
Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

Ich möcht mir ziehen einen jungen Star,
Bis dass er sprach die Worte rein und klar,
Bis er sie sprach mit meines Mundes Klang,
Mit meines Herzens vollem, heissem Drang;
Dann sang er hell durch ihre Fensterscheiben:
Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

Ich meint, es müsst in meinen Augen stehn,
Auf meinen Wangen müsst man's brennen sehn.
Zu lesen war's auf meinem stummen Mund,
Ein jeder Atemzug gab's laut ihr kund,
Und sie merkt nichts von all dem bangen Treiben:
Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.
L'intaglierei volentieri in ogni corteccia,
l'inciderei volentieri in ogni pietra,
vorrei seminarlo su ogni fresca aiuola
con il crescione, che cresce veloce,
su ogni bianco foglio lo scriverei:
il mio cuore è tuo, e lo rimanga in eterno!

Vorrei allevare un giovane storno,
finché sapesse parlare chiaramente
pronunciando queste parole con la mia voce,
con la piena e calda foga del mio cuore;
allora forte canterebbe attraverso la sua finestra:
il mio cuore è tuo e lo rimanga in eterno!

Pensavo che fosse scritto nei miei occhi,
che si leggesse sulle guance infuocate,
che si potesse capire dalla mia bocca muta,
che ogni mio respiro glielo riferisse ad alta voce;
e lei non nota nulla di questa turbata agitazione
il mio cuore è tuo, e lo rimanga in eterno!
8. MORGENGRUSS 8. SALUTO MATTUTINO
Guten Morgen, schöne Müllerin!
Wo steckst du gleich das Köpfchen hin,
Als war dir was geschehen?
Verdriesst dich denn mein Gruss so schwer?
Verstört dich denn mein Blick so sehr?
So muss ich wieder gehen.

O lass mich nur von ferne stehn,
Nach deinem lieben Fenster sehn.
Von ferne, ganz von ferne!
Du blondes Köpfchen, komm hervor!
Hervor aus eurem runden Tor,
Ihr blauen Morgensterne!

Ihr schlummertrunknen Äugelein,
Ihr taubetrübten Blümelein,
Was scheuet ihr die Sonne?
Hat es die Nacht so gut gemeint,
Daß ihr euch schließt und bückt und weint
Nach ihrer stillen Wonne?

Nun schüttelt ab der Träume Flor
Und hebt euch frisch und frei empor
In Gottes hellen Morgen!
Die Lerche wirbelt in der Luft,
Und aus dem tiefen Herzen ruft
Die Liebe Leid und Sorgen.
Buon giorno, bella molinara!
Dove cacci la tua testolina,
come fosse successo chissà che?
Ti dà tanto fastidio il mio saluto?
Ti disturba tanto il mio sguardo?
Allora me ne devo andare.

Ma lasciami guardare da lontano,
fammi vedere la tua finestra amata,
da lontano, proprio da lontano!
O bionda testolina, affacciati!
Uscite dal vostro rotondo portone,
o azzurre stelle mattutine.

Voi occhi ancora ebbri dì sonno,
teneri fiori umidi di rugiada,
perché avete paura del sole?
Vi è tanto piaciuta la notte,
che vi chiudete, raccolti, a piangere
nella sua silenziosa voluttà?

Ma ora scrollatevi la fioritura di sogni,
alzatevi ben sveglie e libere,
in questo chiaro e celeste mattino!
L'allodola volteggia nell'aria;
dal profondo del cuore l'amore
richiama tormento e pena.
9. DES MOLLERS BLUMEN 9. I FIORI DEL MUGNAIO
Am Bach viel kleine Blumen stehn,
Aus hellen blauen Augen sehn;
Der Bach, der ist des Müllers Freund,
Und hellblau Liebchens Auge scheint,
Drum sind es meine Blumen.

Dicht unter ihrem Fensterlein,
Da will ich pflanzen die Blumen ein,
Da ruft ihr zu, wenn alles schweigt.
Wenn sich ihr Haupt zum Schlummer neigt.
Ihr wisst ja, was ich meine.

Und wenn sie tat die Äuglein zu
Und schläft in süßer, süßer Ruh,
Dann lispelt als ein Traumgesicht
Ihr zu: Vergiß, vergiß mein nicht!
Das ist es, was ich meine.

Und schliesst sie früh die Laden auf,
Dann schaut mit Liebesblick hinauf:
Der Tau in euren Augelein,
Das sollen meine Tränen sein,
Die will ich auf euch weinen.
Presso il ruscello, stanno tanti fiorellini
come chiari occhi celesti;
il ruscello è l'amico del mugnaio,
celesti sono gli occhi della mia amata,
perciò questi sono i miei fiori.

Proprio sotto la tua finestra,
voglio piantare questi fiori
fatevi sentire, quando tutto tace,
quando reclina la sua testa per dormire;
sapete bene cosa intendo.

E quando lei chiude gli occhi
e dorme dolcissimi sonni,
allora sussurratele, apparendole
in sogno: "non ti scordar, non ti scordar di me!"
Questo è ciò che intendo.

E quando al mattino apre le imposte,
fissate lo sguardo amoroso all'insù;
la rugiada nei vostri occhi
siano le lacrime,
che sopra voi piango.
10. THANENKECEN 10. PIOGGIA DI LACRIME
Wir sassen so traulich beisammen
Im kühlen Erlendach,
Wir schauten so traulich zusammen
Hinab in den rieselnden Bach.

Der Mond war auch gekommen,
Die Sternlein hinterdrein,
Und schauten so traulich zusammen
In den silbernen Spiegel hinein.

Und in den Bach versunken
Der ganze Himmel schien
Und wollte mich mit hinunter
In seine Tiefe ziehn.

Und über den Wolken und Sternen,
Da rieselte munter der Bach
Und rief mit Singen und Klingen:
Geselle, Geselle, mir nach!

Da gingen die Augen mir über,
Da ward es im Spiegel so kraus;
Sie sprach: Es kommt ein Regen,
Ade, ich geh nach Haus.
Sedevamo insieme come buoni amici,
nel fresco boschetto di ontani,
così in confidenza insieme guardavamo
giù nella corrente del ruscello.

Anche la luna s'era levata
col suo corredo di stelle,
e così dolcemente insieme guardavamo
nello specchio d'argento.

E tutto il cielo sembrava
sprofondato nel ruscello,
e pareva volesse trascinarmi
giù nel suo profondo.

E sopra le nubi e le stelle
scorreva allegro il ruscello
e diceva, cantando e risuonando:
Amico, amico, vieni con me!

Allora gli occhi mi si appannarono,
lo specchio si fece confuso;
lei disse: Arriva la pioggia,
addio, io torno a casa.
11. MEIN! 11. MIA!
Bächlein, lass dein Rauschen sein!
Räder, stellt euer Brausen ein!
All ihr muntern Waldvögelein,
Gross und klein, endet eure Melodein!
Durch den Hain aus und ein
Schalle heut ein Reim allein:
Die geliebte Müllerin ist mein!

Frühling, sind das alle deine Blümelein?
Sonne, hast du keinen hellem Schein?
Ach, so muss ich ganz allein
Mit dem seligen Worte mein
Unverstanden in der weiten Schöpfung sein!

Bächlein, lass dein Rauschen sein!
Räder, stellt euer Brausen ein!
All ihr muntern Waldvögelein,
gross und klein, endet eure Melodeinl
Durch den Hain aus und ein
Schalle heut ein Reim allein:
Die geliebte Müllerin ist mein!
Ruscelletto smetti di mormorare!
Ruote, interrompete il frastuono!
Allegri uccellini del bosco,
grandi e piccoli, finite le vostre melodie.
Per tutto il boschetto
oggi deve risuonare un solo verso:
l'amata molinara è mia.

Primavera, tutti quii tuoi fiorellini?
Sole, non puoi rìsplendere di più?
Ahimè, devo dunque starmene solo,
con la beata parola «mia»,
incompreso nel grande creato.

Ruscelletto smetti di mormorare!
Ruote, interrompete il frastuono!
Allegri uccellini del bosco,
grandi e piccoli, finite le vostre melodie.
Per tutto il boschetto
oggi deve risuonare un solo verso:
l'amata molinara è mia.
12. PAUSE 12. INTERVALLO
Meine Laute hab ich gehängt an die Wand,
Hab sie umschlungen mit einem grünen Band
Ich kann nicht mehr singen, mein Herz ist zu voll,
Weiss nicht, wie ich's in Reime zwingen soll.

Meiner Sehnsucht allerheissesten Schmerz
Dürft ich aushauchen in Liederscherz,
Und wie ich klagte so süss und fein,
Glaubt'ich doch, mein Leiden war' nicht klein.

Ei, wie gross ist wohl meines Glückes Last,
Dass kein Klang auf Erden es in sich fasst?
Nun, liebe Laute, ruh an dem Nagel hier!
Und weht ein Lüftchen über die Saiten dir,
Und streift eine Biene mit ihren Flügeln dich,
Da wird mir so bange, und es durchschauert mich.

Warum liess ich das Band auch hängen so lang?
Oft fliegt's um die Saiten mit seufzendem Klang.
Ist es der Nachklang meiner Liebespein?
Soll es das Vorspiel neuer Lieder sein?
Ho appeso il mio liuto alla parete,
l'ho avvolto in un nastro verde;
non riesco più a cantare, il mio cuore trabocca,
non so come costringerlo nei versi.

L'acuto dolore della mia nostalgia
ho potuto sfogare nel canto,
e mentre dolcemente mi lamentavo,
pensavo che il mio dolore non fosse poca cosa.

Ah, com'è grande il peso della mia felicità,
che nessun suono della terra può dire;
ora riposa, caro liuto, appeso qui sul gancio!
E se un venticello scorre sopra le tue corde,
o se un'ape ti sfiora con le sue ali
mi spavento e mi vengono i brividi!

Perché ho tenuto appeso anche il nastro?
Spesso svolazza sulle corde con suono lamentoso.
Vuoi essere l'eco delle mie pene d'amore?
O esser da preludio a nuovi canti?
13. MIT DEM GRÜNEN LAUTENBANDE 13. COL NASTRO VERDE DEL LIUTO
Schad um das schöne grüne Band,
Dass es verbleicht hier an der Wand,
Ich hab das Grün so gern!
So sprachst du, Liebchen, heut zu mir;
Gleich knüpf ich's ab und send es dir:
Nun hab das Grüne gern!

Ist auch dein ganzer Liebster weiss,
soll Grün doch haben seinen Preis,
und ich auch hab es gern.
Weil unsre Lieb ist immergrün,
weil grün der Hoffnung Fernen blühn.
Drum haben wir es gern.

Nun schlinge in die Locken dein
das grüne Band gefällig ein,
du hast ja's Grün so gern.
Dann weiss ich, wo die Hoffnung wohnt,
dann weiss ich, wo die Liebe thront,
dann hab ich's Grün erst gern.
Peccato per il bel nastro verde,
che sbiadisce qui sul muro;
amo tanto il verde!
Così m'hai detto oggi, mia cara;
subito lo stacco e te lo mando:
ora goditi il verde!

Anche se il tuo amore è tutto bianco,
sia comunque verde il suo premio,
anche a me piace tanto.
Perché il nostro amore è sempre verde,
perché verdi fioriscono gli orizzonti della speranza,
per questo ci piace!

Ora avvolgi i tuoi riccioli
nel nastro verde,
se ti piace tanto.
Così saprò dove alberga la speranza,
cosi saprò dove troneggia l'amore
allora ancor più amerò il verde!
14. DER JÄGER 14. IL CACCIATORE
Was sucht denn der Jäger am MQhlbach hier?
Bleib, trotziger Jäger, in deinem Revier!
Hier gibt es kein Wild zu jagen für dich,
hier wohnt nur ein Rehlein, ein zahmes, für mich,
Und willst du das zärtliche Rehlein sehn,
so lass deine Büchsen im Walde stehn,
und lass deine klaffenden Hunde zu Haus,
und lass auf dem Hörne den Saus und Braus,
und schere vom Kinne das struppige Haar,
sonst scheut sich im Garten das Rehlein fürwahr.

Doch besser, du bliebest im Walde dazu
und liessest die Mühlen und Müller in Ruh.
Was taugen die Fischlein im grünen Gezweig?
Was will denn das Eichhorn im bläulichen Teich?
Drum bleibe, du trotziger Jäger, im Hain,
und lass mich mit meinen drei Rädern allein;
und willst meinem Schätzchen dich machen beliebt,
so wisse, mein Freund, was ihr Herzchen betrübt:
Die Eber, die kommen zur Nacht aus dem Hain
und brechen in ihren Kohlgarten ein
und treten und wühlen herum in dem Feld:
die Eber, die schiess, du Jägerheld!
Cosa cerca il cacciatore qui presso il mulino?
Resta nella tua riserva, caparbio cacciatore!
Qui non c'è selvaggina da cacciare per te,
qui c'è solo la mia cerbiatta domestica.
E se vuoi vedere la mite cerbiatta,
lascia i tuoi fucili nel bosco,
lascia a casa i cani rumorosi,
lascia sibilo e strepito nel corno,
raditi dal mento la barba invadente
altrimenti la cerbiatta nel giardino ha paura.

Ma meglio ancora, se resti nel bosco,
e lasci in pace mulini e mugnai.
Cosa farebbero i pesciolini fra il verde fogliame,
o lo scoiattolo in un azzurro stagno?
Perciò resta nel boschetto, caparbio cacciatore,
e lasciami solo, qui fra le mie ruote;
se vuoi renderti utile al mio tesoro,
sappi, amico, che cosa turba il suo cuore:
i cinghiali escono di notte dal boschetto,
irrompono nel suo orticello,
tutto calpestano e sconvolgono all'intorno;
spara ai cinghiali, spavaldo cacciatore!
15. EIFERSUCHT UND STOLZ 15. GELOSIA E ORGOGLIO
Wohin so schnell, so kraus und wild, mein lieber Bach?
Eilst du voll Zorn dem frechen Bruder Jäger nach?
Kehr um, kehr um, und schilt erst deine Müllerin
für ihren leichten, losen, kleinen Flattersinn.



Sahst du sie gestern abend nicht am Tore stehn,
mit langem Halse nach der grossen Strasse sehn?
Wenn von dem Fang der Jäger lustig zieht nach Haus,
da steckt kein sittsam Kind den Kopf zum Fenster 'naus.

Geh, Bächlein, hin und sag ihr das; doch sag ihr nicht,
hörst du, kein Wort von meinem traurigen Gesicht,
sag ihr: Er schnitzt bei mir sich eine Pfeif aus Rohr
und bläst den Kindern schöne Tanz' und Lieder vor.
Dove corri così svelto, increspato e furente, mio caro
ruscello?
T'affretti con rabbia dietro al villano cacciatore?
Torna indietro, e rimprovera prima la tua molinara,
per la sua leggera, sciolta, piccola volubilità; torna
indietro!

Non l'ha! vista ieri sera presso il portone,
che allungava lo sguardo verso la strada maestra?
Quando torna a casa dalla battuta l'allegro cacciatore,
nessuna fanciulla costumata si affaccia alla finestra.

Va' da lei, ruscelletto, e diglielo; ma attento,
non far parola del mio viso triste;
dille: lui sta intagliando un flauto di canna,
e suona belle danze e canzoni per i bambini!
16. DIE LIEBE FAHRE 16. IL COLORE GENTILE
In Grün will ich mich kleiden,
In grüne Tränenweiden:
Mein Schatz hat's Grün so gern.
Will suchen einen Zypressenhain,
Eine Heide von grünen Rosmarein:
Mein Schatz hat's Grün so gern.

Wohl auf zum fröhlichen Jagen!
Wohl auf durch Heid' und Hagen!
Mein Schatz hat's Jagen so gern.
Das Wild, das ich jage, das ist der Tod;
Die Heide, die heiss ich die Liebesnot:
Mein Schatz hat's Jagen so gern.

Grabt mir ein Grab im Wasen,
deckt mich mit grünem Rasen:
Mein Schatz hat's Grün so gern.
Kein Kreuzlein schwarz, kein Blümlein bunt,
grün, alles grün so rings und rund!
Mein Schatz hat's Grün so gern.
Voglio vestirmi di verde,
sciogliermi in lacrime verdi:
il mio tesoro ama tanto il verde.
Cercherò un boschetto di cipressi,
un campo di rosmarini verdi:
il mio tesoro ama tanto il verde.

Via allegramente alla caccia!
Fuori, attraverso macchia e boschetti!
Il mio tesoro ama tanto la caccia,
la selvaggina che caccio è la morte,
il campo lo chiamo le pene d'amore:
il mio tesoro ama tanto la caccia.

Scavatemi la tomba nel prato,
ricopritemi di erba verde!
lì mio tesoro ama tanto il verde!
Niente coroncine nere, niente fiorellini colorati,
verde, tutto verde in lungo e in largo:
il mio tesoro ama tanto il verde.
17. DIE BÖSE FARBE 17. IL COLORE CATTIVO
Ich möchte ziehn in die Welt hinaus, hinaus
in die weite Welt;
wenn's nur so grün, so grün nicht war,
da draussen in Wald und Feld!

Ich möchte die grünen Blätter all
pflücken von jedem Zweig,
ich möchte die grünen Gräser all
weinen ganz totenbleich.

Ach Grün, du böse Farbe du,
was siehst mich immer an
so stolz, so keck, so schadenfroh,
mich armen weissen Mann?

Ich möchte liegen vor ihrer Tür
im Sturm und Regen und Schnee.
und singen ganz leise bei Tag und Nacht
das eine Wörtchen: Ade!

Horch, wenn im Wald ein Jagdhorn schallt,
so klingt ihr Fensterlein!
und schaut sie auch nach mir nicht aus,
darf ich doch schauen hinein.

O binde von der Stirn dir ab
das grüne, grüne Band;
Ade, ade! Und reiche mir
zum Abschied deine Hand!
Vorrei andare per il mondo,
lontano per il vasto mondo;
se solo non fosse tutto così verde
là fuori per boschi e campi!

Vorrei strappare tutte le foglie,
verdi dai rami,
vorrei far impallidire col pianto
tutta l'erba verde

Ah verde cattivo colore,
perché tanto superbo, arrogante, maligno.
sempre mi fissi così,
io povero pallido uomo?

Vorrei sdraiarmi davanti alla sua porta
tra bufera, pioggia e neve
cantando sommesso giorno e notte
solo la parola «addio».

Ascolta: quando rintrona il corno per il bosco,
scricchiola la sua finestra,
ed anche se non s'affaccia a cercar me,
io posso ben guardare dentro.

Oh, togliti dalla testa
il verde, verde nastro;
addio, addio, e porgimi
la mano per il commiato!
18. TROCKNE BLUMEN 1B. FIORI APPASSITI
Ihr Blümlein alle,
die sie mir gab,
euch soll man legen
mit mir ins Grab.

Wie seht ihr alle mich an so weh,
als ob ihr wüsstet, wie mir gescheh?
Ihr Blümlein alle, wie welk, wie blass?
ihr Blümlein alle, wo von so nass?

Ach, Tränen machen nicht maiengrün,
Machen tote Liebe nicht wieder blühn,
und Lenz wird kommen, und Winter wird gehn,
und Blümlein werden im Grase stehn.
und Blümlein liegen in meinem Grab,
die Blümlein alle, die sie mir gab.

Und wenn sie wandelt am Hügel vorbei
und denkt im Herzen: Der meint' es treu!
Dann, Blümtein alle, heraus, heraus!
Der Mai ist kommen, der Winter ist aus.
Voi fiorellini tutti,
che lei mi dava,
dovrete esser deposti
con me nella tomba

Perché mi guardate così tristi,
come se conosceste la mia pena ?
Voi fiorellini, perché così pallidi ed appassiti,
voi fiorellini, perché così bagnati?

Ahimè, le lacrime non fanno rinverdire,
non fanno rifiorire l'amore morto,
e verrà la primavera, passerà l'inverno,
e fiorellini compariranno nel prato,
e fiorellini staranno nella mia tomba,
tutti quelli che lei mi dava.

E quando lei camminerà davanti alla collina
pensando nel suo cuore: lui era fedele!
Allora, fiorellini, fuori, fuori tutti!
Maggio sarà venuto, e l'inverno passato
19. DER MÜLLER UND DER BACH 19. IL MUGNAIO E IL RUSCELLO
Der Müller:
Wo ein treues Herze in Liebe vergeht,
da welken die Lilien auf jedem Beet;
da muss in die Wolken der Vollmond gehn,
damit seine Tränen die Menschen nicht sehn;
da halten die Englein die Augen sich zu
und schluchzen und singen die Seele zur Ruh'.

Der Bach:
Und wenn sich die Liebe dem Schmerz entringt,
Ein Sternlein, ein neues, am Himmel erblinkt;
da springen drei Rosen, halb rot und halb weiss.
Die welken nicht wieder, aus Dornenreis.
Und die Engelein schneiden die Flügel sich ab
Und gehn alle Morgen zur Erde herab.

Der Müller:
Ach Bächlein, liebes Bächlein, du meinst es so gut;
ach Bächlein, aber weisst du, wie Liebe tut?
Ach unten, da unten die kühle Ruh!
Ach Bächlein, liebes Bächlein so singe nur zu.
Il mugnaio:
Dove un cuore fedele per amore si strugge,
là appassiscono i gigli su ogni aiuola;
la luna piena deve allora nascondersi fra te nubi
affinchè gli uomini non scorgano le sue lacrime;
allora gli angioletti tengono chiusi gli occhi,
e scortano con singhiozzi e canti l'anima verso la pace!

Il ruscello:
E quando l'amore si svincola dal dolore,
e una nuova piccola stella scorge nel cielo,
spuntano tre rose, metà rosse, e metà bianche,
dai ramoscelli spinosi, e non appassiscono più;
gli angioletti si tagliano le ali,
ed ogni mattina scendono a terra.

Il mugnaio:
Ah ruscelletto, caro ruscelletto, tu dici bene;
ah ruscelletto, ma sai che fa l'amore?
Ah sotto, qui sotto, la fredda pace!
Ah ruscelletto, caro ruscelletto, continua a cantare.
20. DES BACHES WIEGENLIED 20. NINNA NANNA DEL RUSCELLO
Gute Ruh, gute Ruh! Tu die Augen zu!
Wandrer, du müder, du bist zu Haus.
Die Treu' ist hier, sollst liegen bei mir,
Bis das Meer will trinken die Bächlein aus.

Will betten dich kühl auf weichem Pfühl
In dem blauen kristallenen Kämmerlein.
Heran, heran, was wiegen kann.
Woget und wieget den Knaben mir ein!

Wenn ein Jagdhorn schallt aus dem grünen Wald,
will ich sausen und brausen wohl um dich her.
Blickt nicht herein, blaue Blümelein!
Ihr macht meinem Schläfer die Traume so schwer.

Hinweg, hinweg von dem Mühlensteg,
Hinweg, hinweg, böses Mägdelein!
Dass ihn dein Schatten nicht weckt!
Wirf mir herein dein Tüchlein fein,
Dass ich die Augen ihm halte bedeckt!

Gute Nacht, gute Nacht! Bis alles wacht,
Schlaf aus deine Freude, schlaf aus dein Leid!
Der Vollmond steigt, der Nebel weicht,
Und der Himmel da oben, wie ist er so weit!
Buon riposo, buon riposo! Chiudi gli occhi!
O stanco viandante, eccoti a casa.
Qui sta la fedeltà, riposa accanto a me,
finché il mare non inghiottirà i ruscelli.

Ti sistemerò al fresco, su un soffice giaciglio,
nella cameretta azzurra, cristallina,
avanti, avanti, tutto ciò che sa cullare!
Dondolatemi e cullatemi il fanciullo.

Quando dal verde bosco risuonerà il corno,
ti avvolgerò con i miei rumorosi scrosci.
Non guardate dentro, azzurri fiorellini!
Voi disturbate i sogni di chi dorme.

Via, via, dalla passerella del mulino!
via, via, fanciulla cattiva,
perché la tua ombra non lo svegli.
Gettami delicatamente il tuo fazzoìettino,
perché io possa coprirgli gli occhi.

Buona notte, buona notte! Prima del risveglio,
dormi sulla tua gioia, sul tuo dolore!
Sale la luna piena, la nebbia si ritira,
e il cielo, quassù, è così vasto!
(traduzioni di Pietro Soresina)


(1) Testo tratto dal programma di sala del Concerto dell'Accademia di Santa Cecilia,
Roma, Auditorium Parco della Musica, 8 dicembre 2006

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Ultimo aggiornamento: 16 maggio 2013
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